§ 1 Geltungsbereich
Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) gelten für alle Verträge zwischen ThinkTech-Solution, Inhaber Benjamin Prüm (nachfolgend „Auftragnehmer“), und seinen Kunden (nachfolgend „Kunde“) über IT-Dienstleistungen. Dazu gehören insbesondere Planung, Einrichtung und Wartung von Servern, NAS-Systemen, Netzwerken und Datensicherungen, die Erstellung und das Hosting von Websites Automatisierungs- und Smart-Home-Lösungen Reparaturen an Smartphones, Tablets und Notebooks durch Austausch von Baugruppen sowie softwaregestützte Datenrettung, jeweils einschließlich der Lieferung zugehöriger Hardware und Ersatzteile.
Elektroinstallationsarbeiten, insbesondere Arbeiten am Niederspannungsnetz (230/400 V), sind nicht Bestandteil der Leistungen des Auftragnehmers. Sie sind vom Kunden durch einen in das Installateurverzeichnis eingetragenen Elektrofachbetrieb ausführen zu lassen.
Abweichende, entgegenstehende oder ergänzende AGB des Kunden werden nicht anerkannt, es sei denn, ihrer Geltung wurde ausdrücklich in Textform zugestimmt.
§ 2 Angebote und Vertragsschluss
Angebote des Auftragnehmers sind freibleibend, sofern sie nicht ausdrücklich als verbindlich bezeichnet sind. Der Vertrag kommt durch die Auftragsbestätigung des Auftragnehmers in Textform (z. B. per E-Mail) oder durch Beginn der Leistungserbringung zustande.
Art und Umfang der Leistungen ergeben sich aus dem Angebot bzw. der Auftragsbestätigung. Zusätzliche Leistungen, die während der Durchführung gewünscht werden, werden gesondert vereinbart und nach Aufwand berechnet.
§ 3 Mitwirkungspflichten des Kunden
Der Kunde stellt die für die Leistungserbringung erforderlichen Informationen, Zugänge und Räumlichkeiten rechtzeitig zur Verfügung und benennt einen Ansprechpartner.
Vor Beginn von Arbeiten an bestehenden Systemen sichert der Kunde seine Daten, soweit nicht ausdrücklich vereinbart ist, dass der Auftragnehmer diese Sicherung übernimmt. Verzögerungen und Mehraufwand, die durch fehlende Mitwirkung entstehen, gehen zu Lasten des Kunden.
§ 4 Preise und Zahlungsbedingungen
Es gelten die im Angebot bzw. in der Auftragsbestätigung vereinbarten Preise. Der Auftragnehmer ist Kleinunternehmer im Sinne von § 19 UStG; Umsatzsteuer wird daher nicht berechnet und nicht ausgewiesen.
Leistungen nach Aufwand werden nach tatsächlich geleisteter Zeit abgerechnet. Rechnungen sind innerhalb von 14 Tagen nach Rechnungsdatum ohne Abzug zur Zahlung fällig.
Für Hardware, die im Auftrag des Kunden beschafft wird, sowie für Aufträge über 500 € kann der Auftragnehmer eine angemessene Anzahlung verlangen.
§ 5 Termine und Leistungszeit
Termine und Fristen sind nur verbindlich, wenn sie ausdrücklich als verbindlich vereinbart wurden. Der Auftragnehmer informiert den Kunden unverzüglich über absehbare Verzögerungen. Lieferverzögerungen bei Hardware durch Hersteller oder Händler hat der Auftragnehmer nicht zu vertreten.
§ 6 Fernwartung und Zugangsdaten
Fernzugriffe auf Systeme des Kunden erfolgen ausschließlich über verschlüsselte Verbindungen und nur mit Zustimmung des Kunden. Zugangsdaten werden vertraulich behandelt und nur für die Durchführung des Auftrags verwendet.
Nach Abschluss der Arbeiten erhält der Kunde alle für den Betrieb seiner Systeme notwendigen Zugangsdaten. Dem Kunden wird empfohlen, Passwörter nach der Übergabe zu ändern.
§ 7 Eigentumsvorbehalt
Gelieferte Hardware bleibt bis zur vollständigen Bezahlung Eigentum des Auftragnehmers.
§ 8 Reparaturen an Mobilgeräten und Computern
Reparaturen erfolgen durch Austausch von Baugruppen (z. B. Akku, Display, Ladebuchse, Speicher). Vor Beginn erhält der Kunde einen Kostenvoranschlag; Mehrkosten über 15 % werden nur nach Rücksprache berechnet. Ist eine Reparatur nicht möglich oder wird der Auftrag nach Prüfung nicht erteilt, kann für die Fehlersuche eine vorab vereinbarte Pauschale berechnet werden.
Der Kunde sichert vor Übergabe seine Daten. Der Auftragnehmer greift auf Daten des Geräts nur zu, soweit dies für Funktionstests erforderlich ist. Der Kunde wird vorab informiert, ob Original-, Hersteller-Service- oder kompatible Ersatzteile verwendet werden. Eine werkseitige Wasser- und Staubdichtigkeit kann nach dem Öffnen eines Geräts nicht zugesichert werden.
Ausgebaute Akkus und Altteile werden fachgerecht entsorgt, sofern der Kunde sie nicht zurückverlangt. Holt der Kunde ein repariertes Gerät trotz Aufforderung nicht innerhalb von drei Monaten ab, kann der Auftragnehmer nach erneuter Fristsetzung in Textform Verwahrkosten verlangen.
§ 9 Datenrettung
Die Datenrettung erfolgt softwaregestützt an einer Kopie des Datenträgers; das Original wird nach Möglichkeit nicht verändert. Ein Erfolg kann aufgrund der Art der Schäden nicht zugesichert werden. Nach der Analyse erhält der Kunde einen Preis für die Rettung; ohne seine Zustimmung wird diese nicht durchgeführt.
Der Kunde versichert, zur Verfügung über den Datenträger und die darauf gespeicherten Daten berechtigt zu sein. Gerettete Daten werden auf einem vom Kunden gestellten oder gesondert berechneten Datenträger übergeben. Arbeitskopien werden spätestens 14 Tage nach Übergabe sicher gelöscht. Für mechanisch oder elektronisch beschädigte Datenträger kann der Auftragnehmer ein spezialisiertes Labor empfehlen; ein Vertrag kommt dann unmittelbar zwischen Kunde und Labor zustande.
§ 10 Abnahme und Gewährleistung
Soweit Werkleistungen erbracht werden (z. B. die Einrichtung eines Systems oder die Erstellung einer Website), erfolgt nach Fertigstellung eine Abnahme. Die Leistung gilt auch als abgenommen, wenn der Kunde sie produktiv nutzt und keine wesentlichen Mängel anzeigt.
Es gelten die gesetzlichen Gewährleistungsrechte. Gegenüber Unternehmern beträgt die Verjährungsfrist für Mängelansprüche 12 Monate ab Abnahme bzw. Lieferung. Für gelieferte Hardware gelten zusätzlich etwaige Garantien des Herstellers.
Keine Mängel sind Störungen, die auf Eingriffe des Kunden oder Dritter, auf nachträglich installierte Software, auf Updates von Herstellern oder auf Änderungen externer Dienste zurückzuführen sind.
§ 11 Haftung
Der Auftragnehmer haftet unbeschränkt für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit, für Schäden, die auf einer vorsätzlichen oder grob fahrlässigen Pflichtverletzung beruhen, sowie nach dem Produkthaftungsgesetz.
Bei leicht fahrlässiger Verletzung wesentlicher Vertragspflichten ist die Haftung auf den vorhersehbaren, vertragstypischen Schaden begrenzt. Im Übrigen ist die Haftung für leichte Fahrlässigkeit ausgeschlossen.
Für den Verlust von Daten haftet der Auftragnehmer nur in dem Umfang, der bei ordnungsgemäßer und regelmäßiger Datensicherung durch den Kunden für die Wiederherstellung angefallen wäre, es sei denn, die Datensicherung war ausdrücklich Teil des Auftrags.
§ 12 Nutzungsrechte
An individuell erstellten Websites, Skripten, Konfigurationen und Dokumentationen erhält der Kunde mit vollständiger Bezahlung ein einfaches, zeitlich unbegrenztes Nutzungsrecht für den vereinbarten Zweck. Verwendete Open-Source-Software unterliegt den jeweiligen Lizenzbedingungen.
Der Kunde versichert, dass von ihm bereitgestellte Texte, Bilder und sonstige Inhalte frei von Rechten Dritter sind oder dass er über die erforderlichen Nutzungsrechte verfügt.
§ 13 Vertraulichkeit und Datenschutz
Der Auftragnehmer behandelt alle ihm im Rahmen des Auftrags bekannt gewordenen Informationen und Daten des Kunden vertraulich. Soweit der Auftragnehmer im Auftrag des Kunden personenbezogene Daten verarbeitet, wird auf Wunsch ein Vertrag zur Auftragsverarbeitung nach Art. 28 DSGVO geschlossen. Näheres regelt die Datenschutzerklärung.
§ 14 Laufende Leistungen
Wartungs-, Betreuungs- und Hostingverträge laufen, sofern nicht anders vereinbart, auf unbestimmte Zeit und können von beiden Seiten mit einer Frist von einem Monat zum Monatsende in Textform gekündigt werden. Nach Vertragsende werden dem Kunden seine Daten in einem gängigen Format übergeben.
§ 15 Anwendbares Recht und Gerichtsstand
Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts (CISG). Gegenüber Verbrauchern gilt diese Rechtswahl nur, soweit dadurch nicht zwingende Schutzvorschriften des Staates ihres gewöhnlichen Aufenthalts entzogen werden.
Ist der Kunde Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen, ist ausschließlicher Gerichtsstand der Sitz des Auftragnehmers (Lahnstein).
§ 16 Salvatorische Klausel
Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB unwirksam oder undurchführbar sein oder werden, so berührt dies die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen nicht. An die Stelle der unwirksamen Bestimmung tritt die gesetzliche Regelung.